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Fotografie

„different look at nude“ (Alan Powdrill)

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Auf dem Weg zur Arbeit treffe ich des öfteren einen älteren Mann, der gestützt auf seinem Gehstock im gemächlichen Tempo seine Runden dreht und wirklich JEDEN freundlich grüßt. Finde ich schon mal so was von klasse.

Noch „klasser“ finde ich es, wenn die Temperaturen zunehmen, er irgendwann seine Jacke weglässt und seine tägliche Runde mit hochgekrempelten Ärmeln dreht. Bei jeder Bewegung blitzen dann seine alten Tätowierungen hervor und ganz besonders hat es mir sein verblichener Anker angetan – keine Ahnung, Hamburg meine Perle und so. In solchen Situationen stelle ich zum x-ten Mal fest, dass mir der Überraschungsmoment gefällt, wenn plötzlich ein Kleidungsstück verrutscht und man einen Einblick auf so manch verborgene Körperbemalung erhält (meiner Schwäche für Tätowierungen auf dem Handrücken tut das natürlich keinem Abbruch).

Der Fotograf Alan Powdrill fängt diesen „Überraschungsmoment“ in seiner Reihe Covered gekonnt ein, indem er Ganzkörperaufnahmen erst im angezogenen Zustand und im nächsten Schritt in genau der selben Pose nahezu unbekleidet, anfertigt.

Alan Powdrill: Covered - Stefano

Alan Powdrill: Covered – Stefano

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“beautiful woman + something gross = visioluxus”

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Um den Namen Visioluxus kreisen Fotos, die eine reduzierte und natürliche Handschrift besitzen.

Hinter Visioluxus steckt die Fotografin Elisa Lazo de Valdez, die (auch in ihrem Studio) gerne mit Tageslicht arbeitet und mit Manipulationen via Photoshop eher sparsam umgeht. Für die Aufnahmen schöpft sie dabei aus einem breit gefächerten Kleiderschrank und einem großen Mobiliarfundus. Sie verwendet desweiteren einfache Haushaltsgegenstände wie Mehl oder Fläschchen und dann auch mal wieder detailreiche Papiermasken, die den Händen ihres Ehemannes Phillip Valdez entstammen. Bei Utensilien wie Dampf, der hochsteigt oder Mehl, das in die Luft geworfen wird, schätzt sie die Dynamik, die dabei entsteht, wie das jeweilige Model darauf reagiert und welch unvorhergesehenen Ergebnisse dadurch hervorgebracht werden.
Sie vertritt andererseits aber auch die Meinung, dass man mit einfachen Mitteln und wenig Platz viel erreichen kann, solange man die Idee gut umsetzt. Im Zuge dessen gibt es zum Beispiel Fotos bei denen sie mit Hilfe einer zerknüllten Plastikfolie und natürlichem Licht das Model dennoch dramatisch zu inszenieren weiß.

Visioluxus_01 Weiterlesen

„I come with knives“ (mariannainsomnia)

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Marianna Orlova ist eine Fotografin, die märchenhaft entrückte Portraits schafft. Oftmals vor einem schlichten Hintergrund im Freien werden Frauen gezeigt, die nicht selten umso opulenter gekleidet sind und so wirken als ob sie einem Märchenbuch entsprungen wären. Es gelingt ihr das gewisse Etwas der abgelichteten Personen einzufangen und verschiedene Stimmungen mit den selben Gesichtern in einem anderen Ambiente zu schaffen.

Ich bin vor Jahren das erste Mal durch ihre schon damals einprägsamen Portraitaufnahmen auf sie aufmerksam geworden, wobei der Fantasy-Gehalt über die Jahre zugenommen hat oder anders gesagt: Sie hat ihre Handschrift gefunden. =)
Auf ihrer Deviantart-Seite kann man eine Art Best-of ihrer Arbeiten sehen, wobei auf ihrer Seite INSOMNIA photography zusätzlich weitere Fotos ihrer Serien zu sehen sind.

01_Marianna_Insomnia

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„all I am is “me”“ (The Gay Men Project & The Nu Project)

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Zwei intime Fotoprojekte, die irgendwo (und irgendwo auch nicht) Mut erfordern und zwei verschiedene Herangehensweisen. Die einzige Voraussetzung bei beiden: Ehrlichkeit.

Das erste Projekt heißt „The Gay Men Project“ und versteht sich als ein Katalog, in dem schwule Männer mit ihren persönlichen Geschichten abgebildet werden. Abgelichtet werden die Freiwilligen meist direkt bei sich zu Hause oder an vertrauten Plätzen, was auf vielen Fotos eine offene Atmosphäre erzeugt bei der die Männer neugierig, aber doch recht entspannt in die Linse blicken.
Man erfährt einiges über ihre Lebenseinstellung und wie sich das eigene Coming-out gestaltet hat. Es ist spannend die unterschiedlichen Geschichten zu lesen und bei vielen kristallisiert sich die selbe Aussage heraus: Es ist nicht immer einfach man selber zu sein, aber die Menschen auf die es ankommt, werden einem dabei immer zur Seite stehen.

Zu Anfang haben mich die Fotos nicht unbedingt angesprochen, zumal mich der Inhalt der Texte mehr interessiert hat. Andererseits erfüllen die Fotos durchaus ihren Zweck als „Katalogfotos“ und die jeweiligen Geschichten werden mit mehr Farben erfüllt, wenn man im Hinterkopf die zugehörigen Fotos hat. Mittlerweile habe ich aber mehr Gefallen an den Bildern gefunden, die einen ruhigen Unterton haben und sehr persönliche Momentaufnahmen zwischen eigentlich Fremden zeigen.

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„Colors wanted!“ (Ophelia Overdose)

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Vor einigen Jahren stieß ich bei Deviantart auf das Profil von  Ophelia Overdose, die Fotos von sich zeigte in denen sie meist in einem Gothic-Ambiente abgelichtet wurde. Eine ansprechende Qualität hatten die Fotos damals schon (2008 glaube ich), aber da ich kein hundertprozentiger Fan von „dunklen“ Fotografien bin, gerieten diese bei mir irgendwann in Vergessenheit.

Wiederum einige Jahre später entdeckte ich die junge Dame im wahrsten Sinne des Wortes neu, da sie es innerhalb weniger Jahre geschafft hatte die Bandbreite ihrer Arbeiten auf ein beeindruckendes Maß zu erweitern.

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