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Comic

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„a place where time lies frozen“ (Nameless and the Scientist)

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„Nameless and the Scientist“ ist ein Comic, der die Sinne anspricht, sie langsam aber eindringlich wachkitzelt bis man jede Seite mit großen Augen in sich aufnimmt.

Ein im Wind flatterndes lila Band führt den Leser zu einer Person, die eine Brücke zwischen dem Leben und dem Tod schlägt. Die Zeit hat keine Bedeutung für ihn und Namen noch weniger. Eines Tages taucht jedoch unvermittelt ein Mann auf, der sein Innerstes anspricht und ihm etwas gibt. Umrisse vergessener Erinnerungen werden sichtbar und er weiß, dass da etwas ist bzw. war. Aber was?

In „Nameless and the Scientist“ vermischt sich die reale Welt mit den Konstrukten im Kopf und beizeiten weiß man nicht wirklich in welcher Ebene man sich befindet, weil vieles gleich einem Traum transportiert wird. Beim Lesen meint man nebenbei einen Windhauch zu spüren, der sachte vorbei geht oder gar zu einem brüllenden Röhren anschwellen kann. Und immer wieder dieses fliegende Haar und das lila Band des Namenlosen! =)
Unterschwellig angesprochen werden auch Themen wie die Unendlichkeit und die Sterblichkeit und was für Konsequenzen entstehen, wenn beides aufeinander trifft.
Der Comic erinnert mich an vieles: Eine Erzählung, die mit ruhiger Stimme in einem leer Raum rezitiert wird, versehen mit langen Pausen, damit man wieder zu sich kommt. Eine Explosion von Farben, die nach dem Knall geballt heraus schiessen und sich beim Fallen systematisch an ihrem jeweiligen Platz legen. Zig Sinneseindrücke, die sich in einem bündeln. Verwirrend? Ich kann nicht anders – der Comic ist einfach zu gut. ^^

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Tangles: A story about Alzheimer´s, my mother and me

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Alzheimer ist eines der Arschlöcher, das dich in einem Alter überfällt bei dem man glaubt schon das „Gröbste“ hinter sich gebracht zu haben.

Alzheimer steht besonders auf ältere Semester über 65 Jahre und greift massiv in das Leben ein, indem es routinemäßige und alltägliche Vorgänge aus dem Gedächtnis wischt. Das Kurzzeitgedächtnis wird durchlöchert, wodurch man nur noch sehr schwer neue Dinge aufnehmen oder lernen kann. Die Fähigkeit sich über die Sprache auszudrücken wird erschwert, da zum einen Wörter abhanden kommen und sich der ganze Vorgang des Sprechens zu einem Hindernis auswachsen kann. Weitere Begleiterscheinungen umfassen aggressive Stimmungswechsel, Depressionen, Abbau der Muskulatur, etc.
Was ich eben beschrieben habe, ist nur eine SEHR kurze Beschreibung von Alzheimer und umfasst bei weitem nicht alles. Wer diese Krankheit daher nur auf Vergesslichkeit reduziert, macht es sich etwas zu einfach.

Einen recht intimen Einblick in einen solchen Krankheitsfall erhält man mit den Tagebuchaufzeichnungen von Sarah Leavitt, die über sechs Jahre festgehalten hat, was Alzheimer aus ihrer geliebten Mutter Miriam gemacht hat und inwieweit ihre Familie und das Umfeld damit umgegangen ist.

Es beginnt mit den ersten Anzeichen, die noch als merkwürdiges Verhalten abgetan werden, aber die engsten Angehörigen schon aufmerken lässt. Aus dem in alle Richtungen interessierten Wirbelwind wird langsam, aber unaufhaltsam eine Person, die einfachen Situationen hilflos gegenüber steht, selber nicht unbedingt alle Veränderungen bemerkt, aber in lichten Momenten (die rapide abnehmen) umso frustrierter bis gedemütigt auf die eigene Hilflosigkeit reagiert.
Eingangs und zwischendurch eingestreut berichtet die Autorin und Zeichnerin von dem Werdegang ihrer Mutter, was sie geprägt hatte, was ihr wichtig war und wie sie sich als Schwester, Ehefrau und Mutter verhielt. Im Hinblick auf diese Berichte ist es umso härter, wenn man auf der nächsten Seite liest wie sie sich erbarmungslos verirrt oder gewisse Bewegungsabläufe nicht mehr zu Stande bringt, wodurch sie sich nicht in der Lage sieht aus einem Auto auszusteigen oder gar Türen zu öffnen, Es wird geschildert was für eine Prozedur an langwierigen und teils schmerzhaften Untersuchungen sie im Vorfeld über sich ergehen lassen muss, um ihre Krankheit mit relativer Sicherheit bestimmen zu können. Aber selbst die Diagnose bringt nicht unbedingt das gewünschte Ergebnis, da Alzheimer bis heute leider nicht heilbar ist.

Tangles © Sarah Leavitt

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„Freuen Sie sich gar nicht?“ (Sechs aus 49)

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Jeder hatte gewiss mal diesen Tagtraum, in dem man unverhofft zu viel Asche kommt – und was man nicht alles damit anstellen würde! Aufhören zu arbeiten, auf Reisen gehen, sich Kostspieliges gönnen, und sich keine Sorgen mehr machen zu müssen (letzteres wohl auch das, was viele mit finanziellen Reichtum in Verbindung bringen).

In dem Comic „Sechs aus 49“ geht der Autor Thomas Cadène der Frage nach, was ein unverhoffter Geldsegen hervorbringen kann: Die Studentin Mathilde wird von einem unbekannten Mann von der Seite angequatscht, der gerade dabei ist einen Lottoschein auszufüllen und noch drei Zahlen benötigt. Äusserst befremdet lässt sie sich darauf ein und ist heilfroh wieder zu von dannen zu ziehen – aber nicht ohne mit einem Achselzucken seine Handynummer mitzunehmen, da er darauf besteht Hälfte Hälfte mit ihr zu machen, sollte er etwas gewinnen. Der Jackpot liegt bei 60 Millionen Euro, die Tippgemeinschaft steht Kopf und… Mathildes Zahlen werden gezogen!
Völlig neben sich nimmt die junge Frau das Geld in Empfang, leistet sich allerhand Materielles und weiß aber ansonsten nichts mehr mit sich anzufangen. Theoretisch hätte sie zwar mehr Möglichkeiten denn je, dennoch überfordert sie die Gesamtsituation und so hängt sie in einem merkwürdig unbefriedigenden Stillstand fest.

Flying_Tinkerbell_Sechs_aus_49

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„… count the number of fucks I give on my fingers.“ (Rat Queens)

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Ach ja, die Rat Queens… losestes Mundwerk überhaupt, kampferprobt, der größte Unwille auf Erden sich unter zu ordnen, die wunderbare Fähigkeit sich in der ganzen Stadt unbeliebt zu machen und huch! Herzen, die dennoch am richtigen Fleck schlagen. =)

Die Rat Queens sind eine ungestüme Truppe, die ihre Stadt Palisade von außen „sicher“ halten und Aufträge erledigen in denen nicht selten Gewalt angewendet werden muss. So ganz nebenbei geben sie mit ihrem speziellen Lebenswandel der abgedroschene Redewendung „Lebe jeden Tag als ob es dein letzter wäre.“ eine ganz neue Bedeutung.
Zu der bunten Gruppe gehören…
… Dee, der Heilkunst mächtig, welche nach Antworten außerhalb ihrer Blut trinkenden Sekte sucht, in der N´rygoth verehrt wird (man könnte diese Gottheit als fliegenden Tintenfisch bezeichnen)
… Betty, ein Winzling, die mit Doppeldolchen ausgestattet ist und in der tückischen Cocktailkunst bewandert ist
… Violet, eine Zwergin, die versiert im Umgang mit dem Schwert ist.
… und Hannah, eine Mischung aus verlotterter Elfin und Geisterbeschwörerin und die nicht so klammheimliche Anführerin.

Rat Queens © Kurtis J. Wieber & Roc Upchurch

Rat Queens © Kurtis J. Wieber & Roc Upchurch

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„Verstehen Sie das??!! Ich will das nicht…sehen!!!“ (Vasmers Bruder)

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„Vasmers Bruder“ ist ein Comic von Peer Meter und David von Bassewitz in dem ein Mann sich von den Schatten eines Serienmörders einfangen lässt und immer mehr davon verschlungen wird.

Zu Beginn macht sich Martin Vasmer auf die Suche nach seinen Bruder, dessen Spuren anscheinend in Ziębice (Polen) verlaufen. Bis zu seinem Verschwinden hatte dieser für eine Dokumentation Recherchen zu Karl Denke betrieben, dessen Verbrechen sich tatsächlich ereignet haben:
Karl Denke hat von 1860 bis 1924 gelebt und im letzten Drittel seines Lebens ungefähr 30-42 Menschen (wenn nicht sogar mehr) ermordet, verspeist, aus Teilen der Haut Schnürsenkel, Hosenträger und Brotkörbe gemacht, sowie auch mutmaßlich das Fleisch seiner Opfer auf dem Wochenmarkt verkauft. In Ziębice galt er zu Lebzeiten als Wunderling mit einer dennoch guten Reputation, da er Gesellen auf der Walz und Obdachlose bewirtete. Letztendlich wurde er vor der Vollstreckung seines letzten Mordes eher durch Glück aufgegriffen, wobei er sich kurze Zeit später in der Haftzelle erhängte. In seinem Haus, das bis heute besteht, fanden die Beamten dann das besagte Fleisch, sowie die Kleidung und Papiere der Toten.
Erstaunlich sind in dem Sinne die Nachbarn, die im selben Hause lebten, alle etwas mitbekamen (ekelerregend süßlicher Gestank, blutiges Wasser mit dem das Gemüse begossen wurde, seltsam aussehendes Fleisch, etc.), aber keinen Anlass sahen etwas zu melden.

„Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt Denke auch zu dir mit dem kleinen Hackebeilchen und macht Pökelfleisch aus dir.“
(Walter Kollo)

Flying_Tinkerbell_Peer_Meter_David_von_Bassewitz_Vasmers_Bruder Weiterlesen

„Do you think we´re all gonna get an extra life like the revivers?“ (Revival)

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Was ist, wenn tot Geglaubte wieder ins Lebens zurückkehren?

Keine geifernden Wesen mit abfaulender Haut, die auf der Suche nach Gehirnen sind, sondern Menschen, die noch genau so aussehen wie man sie in Erinnerung behalten hat. Nur mit dem Unterschied, dass sich innerlich etwas verändert hat und sie wesentlich stärker geworden sind.
Der Comic „Revival“ von Tim Seeley und Mike Norton greift genau dieses Szenario auf und beleuchtet dieses seltsames Phänomen anhand unterschiedlicher Ereignisse und Personen in einem kleinen Radius um die Stadt Wausau, Wisconsin, wo sich alles konzentriert.
Und wie reagiert der Rest der Welt auf solche Neuigkeiten?
Nun, religiöse Eiferer erfahren einen spürbaren Zuwachs und während die einen die Wiederbelebten als Wunder ansehen, stellen sie für andere das personifizierte Böse dar, welches ausgelöscht werden muss. Die Regierung weiß sich nicht anders zu helfen, als den Quarantänezustand zu verhängen und geht auch so manchen unkoscheren Plänen nach.
Die Bevölkerung Wausaus selber ist ebenso gespalten, wobei viele hin- und hergerissen sind zwischen freundschaftlichen bis familiären Gefühlen zu den ehemaligen Toten und dem nicht abzustreifenden Gefühl, das etwas Ungeheurliches stattfindet. Wie es den ehemaligen Toten bzw. Wiederbelebten geht, wird immer wieder eindrucksvoll demonstriert und selbst bei den scheinbar friedlichen Menschen blitzt bisweilen eine bestimmte Erkenntnis auf. Andere kommen jedoch nicht ganz so gut mit ihrer neuen Situation zurecht und lassen sich schlicht von ihren Gefühlen überwältigen.

Revival_Tim_Seeley_Mike_Norton_01 Weiterlesen

„came from the woods. (most strange things do)“ (Emily Carroll)

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Emily Carroll ist eine Zeichnerin, die Illustrationen, Comics und TV-Animationen anfertigt.

Ihr Stil  ist rauh, reicht von realistisch bis überzogen, hat bisweilen etwas dunklen Unterton und ist einfach  zum „Anfassen“.
Was ich besonders mag, sind ihre düsteren Comics, die spannend aufgebaut sind und bei denen sie sich in einem großzügigen und ungewöhnlichem Format austobt. Ich habe zwar eine große Vorliebe für Splatter, aber das größte Grauen entsteht im Kopf selber… und wer ein sich langsam steigerndes Kopfkino drauf hat, versteht meiner Meinung sehr viel von der Kunst des Geschichten erzählens.
Anders als bei vielen Comiczeichnern lässt Emily Carroll die Leser meist einfach runterscrollen, was zu einem flüssigen Lesevergnügen führt, der nicht von irgendwelchen Klicks-zur-nächsten-Seite gestört wird.

01_Emily_Carroll_Margots_Room Weiterlesen

Interview mit einem Vampir – oder Claudias Story

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Mit Interview mit einem Vampir schuf Anne Rice einen geschichtlichen Meilenstein – in Claudias Story wird dem nun ein Comic der Sonderklasse gewidmet!

Sie ist der Vampir, den es niemals hätte geben dürfen, eine Missgeburt unter den ungeheuerlichen Geschöpfen der Nacht. Vom Hunger eines Raubtiers geplagt, doch im Körper eines Kindes gefangen, bewegt sie sich im Schatten einer Welt, die ihr für immer verschlossen bleiben wird. Waise, Tochter, Opfer, Monster…
Dies ist Claudias Story.

Für einen Daywalker wie mich klingt das schon nach einer Art Pflichtlektüre :3 also dann folgt uns in die verbotene Welt der Vampire 🙂

Flying_Tinkerbell_Anne_Rice_Interview_mit_einem_Interview
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„Bitter? Me? Never!“ (Sarah Andersen)

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Sarah Andersen ist eine Illustratorin, die den ein oder anderen durch ihre Comics bekannt sein dürfte in denen sie ihren Alltag und das was einem dabei so durch den Kopf geht ad absurdum führt.
Man erkennt sich selber vielleicht wieder, wenn es um die Aufregung geht, wenn eine besondere Person in Sichtweite gerät, man sich fragt wo zum Henker die ganze Zeit verschwunden ist oder es um die ewig gestrigen Versprechungen geht gesünder zu leben. =)
Im Mittelpunkt der ganzen Comic steht natürlich sie selber und ihr Hase, den es tatsächlich gibt und der sie mit Ratschlägen flutet. Ihr Zeichenstil mag in den Comics zwar reduziert erscheinen, aber ihre detaillierten und realistischen Illustrationen zeigen dann wieder das komplette Gegenteil.
Zu kaufen gibt es von Sarah Andersen Postkarten einiger Comics und Drucke.

Sarah_Anderson_Doodle_Time_01

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„a magical fox messed up the order of the universe“ (A Redtail´s Dream)

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A Redtail´s Dream“ ist ein Comic von Minnas Undberg über Traumgefilde und mythologische Gestalten aus Finnland.

Aber wie fängt alles an?
Sieben Fuchsgeister versammeln sich wie jedes Jahr zu ihrem höchst langweiligen Treffen an dem ein Haufen lästiger Papierkram erledigt werden muss: In der Zwischenzeit wird der Zögling Puppy-Fox mit der idiotensicheren Aufgabe betraut die Nordlichter entstehen zu lassen.
Zur gleichen Zeit feiert die kleine Bevölkerung in einem finnischen Dorf ein abendliches Fest, während sich der Außenseiter Hannu mit seinem Hund Ville an den Waldrand zurückzieht, um seine Ruhe vor den lästigen Tumult zu haben.
Die scheinbar idiotensichere Mission Nordlichter zu kreieren verwandelt sich für den etwas sehr unzuverlässigen Puppy-Fox in eine mittlere Katastrophe als er einen Fehler begeht und besagtes Dorf in das Innere der Nordlichter befördert wird, weswegen aus Versehen die Seelen aller Dorfbewohner in das Totenreich überführt werden. Abhilfe können dem nur Hannu und Ville verschaffen, die nicht von dem Seelenraub betroffen sind und in den Traumgefilden einige Aufgaben erfüllen müssen, um die Misere rückgängig zu machen. Im Zuge dessen gelangen die beiden in unterschiedliche (nicht immer ungefährliche) Traumwelten in die die Dorfbewohner verstreut wurden, mit den Ziel spezielle Medaillons an die richtigen Personen zu übergeben.

03_Minnas_Undberg_A_Redtails_Dream Weiterlesen

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