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In Time: Every second counts

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In einer nicht allzu fernen Zukunft dreht sich alles um die Zeit:

Wird man geboren bekommt man erstmal ein zeitliches Startguthaben von 25 Jahren – angezeigt wird dies durch eine leuchtende Anzeige auf dem Arm, welche die noch verbleibende Zeit anzeigt. Nach dem Erreichen des 25. Lebensjahr hat man praktisch nur noch ein Jahr Lebenszeit.
Droht einem diese Zeit auszugehen, muss man sich stetig darum kümmern sie neu aufzuladen, indem man arbeiten geht, sie eintauscht oder schlichtweg stiehlt.
Gleichzeitig stellt die Zeit die Währung schlechthin dar mit der man sich eine Mahlzeit kaufen kann (entspricht 30 Minuten) oder seine Miete bezahlt.
Wie man es sich wohl denken mag, tritt der Tod sofort ein sobald die Anzeige nur noch 0 anzeigt.


Der Film führt den Zuschauer zu Anfang in die Ghetto-Welt des jungen Will Salas ein, in der alle hektisch durchs Leben hasten, um ihre knapp begrenzte Zeit nicht zu verschwenden.
Bemerkenswerterweise friert das Aussehen der Menschen auch ein, sobald sie das 25. Lebensjahr erreicht haben, so dass sie äußerlich nicht mehr altern obschon sie in Wahrheit bereits über 60 sein mögen.
Wills grauer Arbeitsalltag wird von dem steten Blick auf seine wenig verbleibende Zeit durchzogen und Freuden wie das Leben einfach so zu genießen sind unter solchen Umständen auch nicht wirklich möglich.

Eines Tages überschlagen sich jedoch die Ereignisse und unversehens sieht er sich in dem Besitz von mehr Zeit als er sich jemals erhoffen konnte.
Nach weiteren einschneidenen Ereignissen beschließt er sein Ghetto zu verlassen, durchwandert die von einander gut abgeschirmten Stadtteile, deren Reichtum von Grenze zu Grenze zunimmt bis er im reichsten Teil ankommt. Dort angelangt wird er mit einer Gesellschaft konfrontiert in der es Zeit im Überfluss gibt und man scheinbar ein äusserst langes Leben führen kann solange man keine „Dummheiten“ macht.
In Will beginnen sich immer mehr Zweifel regen und er beschliesst zu handeln.

Geht man mit einem Vorurteilsbehafteten Kopf an den Film heran, reagiert man wohl etwas abgeschreckt sobald man merkt, dass der „Milchbubi“ und frühere N*Sync-Typ Justin Timberlake die Hauptrolle übernommen hat. Aber…er macht seine Sache erstaunlich gut und stellt den im hektischen Ghetto aufgewachsenen Will Salas mit seinen Ecken und Kanten überzeugend dar.
Leider kommt es vereinzelt zu pathetischen Szenen, die etwas zu viel Kitsch einschleusen, aber wenn man das Gesamtbild betrachtet kann man die Existenz dieser Szenen getrost vernachlässigen.

Was mir richtig gut gefällt ist die interessante Story, die den Wert der Zeit aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet und sich auch an anderen Fragen versucht (Ist es gerecht sich auf Kosten anderer zu bereichern? Ist der Erhalt eines funktionierenden Systems wichtiger als gleiche Chancen für alle? Etc.)
Die Thematik wird glücklicherweise nicht trocken dargestellt, sondern in einem knackigen Action-Film verpackt, der mit seiner Geschwindigkeit auch die stets voranschreitende oder fehlende Zeit betont.

Wenn drei Enten ein Pferd jagen, ist das Anarchie. :3 / Flohmarktpenner

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