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„Directed by Death“ (The ABCs of Death)

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filmkritik

Ich habe eine harte Vorliebe für Kurzfilme: Sie können spielerisch, verrückt, witzig, grauenvoll und mitreissend sein – und das meist konzentriert auf wenige Minuten. Episodenfilme wie „The ABCs of Death“ mag ich daher umso mehr. =)
25 Regisseuren wird ein Buchstabe zugewiesen, zu dem sie ein Wort finden um das sich ein Kurzfilm drehen soll. Aber halt, ein Buchstabe fehlt doch? Ein Buchstabe wird wiederum wie ein Wettbewerb gehandelt zu dem Kurzfilme eingereicht werden können und der Gewinner wird in einer Mischung aus Abstimmung durch das Publikum, einer Jury und durch die teilnehmenden Regisseure ausgewählt.
Thematisch können sich die Regisseure austoben, wobei, klar, der Tod mit eingebracht werden sollte.
Das Intro ist schick aufgemacht und erinnert mich leicht an die orchestralen Blutströme in „The Shining“. In diesem Fall werden Spielblöcke mit Buchstaben auf beunruhigend ästhetische Weise aufgeschwemmt.
Aber nun zum Alphabet: Zu einigen Kurzfilmen werde ich etwas anmerken, wenn sie mir gefallen haben und bei anderen lasse ich es einfach bei der Nennung des Begriffes (wobei die Auswahl insgesamt nicht schlecht ist).

The_ABCs_of_Death

Quelle: http://drafthousefilms.com/film/the-abcs-of-death


A is for Apocalypse
(Nacho Vigalondo)

B is for Bigfoot
(Adrian Garcia Bogliano)

C is for Cycle
(Ernesto Diaz Espinoza)

D is for Dogfight
(Marcel Sarmiento)
Ein Mann wird in einen Ring mit einen Hund geworfen und der Kampf beginnt.
Bei diesem Kurzfilm mochte ich weniger die Handlung als die Bildsprache, die mit ihren SloMo-Effekten die Schmerzen und die bizarre Situation gut rüberbringt. Dialoge im klassischen Sinne gibt es nicht, da die Stimmen bzw. das Geschrei verzerrt sind. Die feine Elektro-Musik, die ein Stück was von Massive Attack hat, dirigiert begleitend dazu die Handlung.

E is for Exterminate
(Angela Bettis)

F is Fart
(Noburo Iguchi)
F ist dem Regisseur sei Dank einfach nur absurd komisch. Was wie eine schüchterne Schulmädchenromanze beginnt, mündet in eine Furzapokalypse.

G is for Gravity
(Andrew Traucki)

H is for Hydro-Electric Diffusion
(Thomas Malling)

I is for Ingrown
(Jorge Michel Grau)

J is for Jidai-geki
(Yûdai Yamaguchi)

K is for Klutz
(Anders Morgenthaler)

L is for Libido
(Timo Tjahjanto)
Ein Mann findet sich gefesselt in einem Wettbewerb wieder dem eine Gesellschaft beiwohnt. Im Wettstreit mit einem anderem Gefesselten geht es darum, wer sich zu dem Bühnengeschehen schneller zum Höhepunkt masturbieren kann. Der Verlierer wird getötet. Die Szenarien auf der Bühne werden immer grässlicher und ab einen gewissen Zeitpunkt wird es dem Mann zuviel.

M is for Miscarriage
(Ti West)

N is for Nuptials
(Banjong Pisanthanakun)

O is for Orgasm
(Bruno Forzani und Héléne Cattet)
Der Höhepunkt einer Frau wird auf eine interessante Weise visualisiert. So mit Seifenblasen und gläserner Musik. =)

P is for Pressure
(Simon Rumley)
Eine junge Mutter sorgt als Prostituierte für den Lebensunterhalt ihrer dreiköpfigen Familie. Als ihre gesamten Ersparnisse jedoch gestohlen werden, muss sie notgedrungen bei einen gut bezahlten, aber sehr kontroversen Videodreh mitmachen.

Q is for Quack
(Adam Wingard und Simon Barrett)
Bei diesem Kurzfilm geht es um die beiden Regisseure selber, denen ums Verrecken nichts zu dem Buchstaben Q einfällt und die das Geld für den Dreh auch so gut wie komplett ausgegeben haben. Kurz vor Schluss fällt ihnen dann doch ein, wie man das auf „spektakuläre“ Weise lösen konnte.

R is for Removed
(Srdjan Spasojevic)

S is for Speed
(Jake West)

T is for Toilet
(Lee Hardcastle)
Ein kleiner Junge hat unglaubliche Angst davor aufs Klo zu gehen. Berechtigterweise.

U is for Unearthed
(Ben Wheatley)
Aus der Perspektive eines Untoten wird gezeigt wie er aus seinem Grab geholt wird, um endgültig getötet zu werden.

V is for Vagitus
(Kaare Andrews)

W is for WTF!
(Jon Schnepp)

X is for XXL
(Xavier Gens)
Eine übergewichtige Frau wird wegen ihres Körpergewichts gegängelt und nimmt schließliche eigene Maßnahmen in die Hände um das überschüssige Fett loszuwerden.

Y is for Youngbuck
(Jason Eisener)
Ein Hausmeister vergreift sich an einen entsetzten Jungen, der sich mit einem Hirsch zu wehren weiß.
Passenderweise fungiert der Kurzfilm auch als Musikvideo für „Vengeance“ von Powerglove (eine Metal-Band, die Stücke aus Videospielen covert).

Z is for Zetsumetsu
(Yoshihiro Nishimura)

The ABCs of Death gefällt mir auf Grund seiner Vielfalt, manche Kurzfilme sind wie klassische Horrorfilme aufgebaut, andere kitzeln einem im Inneren mit dem Grauen, das nicht offen gezeigt wird, und andere nähern sich dem Tod auf völlig unorthodoxe Weise.
Interviews mit einzelnen Regisseuren findet man auf der zugehörigen Tumblr-Seite.
Eine Fortsetzung zu „The ABCs of Death“ wird zur Zeit produziert und kommt 2014 heraus.

Singender_Tintenfisch

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