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„…oft sperrig, überladen mit Details…“ (In trockenen Büchern)

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In trockenen Büchern“ ist ein Podcast von Alexandra Tobor in dem sie Sachbücher bespricht.

Mein erster Gedanke war: „Warum zum Geier rezensiert man Sachbücher??“
1. Liest sie äußerst gerne Sachbücher.
2. Funktioniert das ausgesprochen gut in ihrem Podcast.
3. Möchte sie die interessante Quintessenz herausfiltern, um ein Sachbuch für eben jene Leute aufzubereiten, denen ein solches Buch zu umständlich oder langatmig zu lesen ist.

Alexandra_Tobor_In_trockenen_BuechernDie bisher sieben Folgen sind zwanzig bis dreissig Minuten lang und werden von Alexandra Tobor alleine gesprochen. Bei der Auswahl der Bücher springt sie thematisch querbeet, was das Ganze recht abwechslungsreich gestaltet. Schön finde ich den Umstand, dass sie genau die Werke auswählt von deren Themen sie selber nicht allzu viel weiß.
In der Einführung erklärt sie einige Schlüsselbegriffe (Was ist eine Sozialfigur? Was unterscheidet die Psychologie von der Soziologie?) und arbeitet sich im weiteren Verlauf durch einige Thesen, die ihr Interesse geweckt haben. Unterfüttert werden diese mit Zitaten und persönlichen Bezügen, die sie in Form von Gedanken oder Erlebnissen herstellt. Sie verfällt dabei aber nicht in eine Fremdwörter-Aneinanderreihung, sondern drückt alles klar und leicht verständlich aus.
Sehr angenehm finde ich beim Hören ihre Stimme, da sie eine ruhige und bedächtige Sprechweise hat, die einen aber nicht zum Einschlafen verleitet wie vielleicht bei einem anderen Podcast. =)

Gleich mit ihrer ersten Folge „Zigeuner“ (zu Klaus-Michael Bogdals „Europa erfindet die Zigeuner: Eine Geschichte von Faszination und Verachtung„) hat sie einen starken Einstieg hingelegt, in dem sie eine gute Mischung aus Analyse und Anekdoten einhält. Für mich persönlich sehr aufschlussreich war auch die 4. Folge „Introversion“ („Still: Die Kraft der Introvertierten“ von Susan Cain) und Folge 5 „Konsum-Kids“  („Die verkaufte Kindheit: Wie Kinderwünsche vermarktet werden und was Eltern dagegen tun können“ von Susanne Gaschke).

Alexandra Tobor ist eine Schriftstellerin, die 2012 ihr Debüt „Sitzen vier Polen im Auto“ veröffentlichte, in dem es um ihre eigene Kindheit geht und was ein junges Mädchen alles erlebt undverarbeiten muss, dessen Familie aus Polen nach Deutschland auswandert. Zur Zeit arbeitet sie an ihrem nächsten Roman.
In dem Podcast WRINT: Die neue Wrintheit unterhält sie sich mit Holger Klein über alles mögliche, von Schweißregen bis zu Kummerschäufele – und zwischendurch werden Hörerfragen beantwortet.

Singender_Tintenfisch

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