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ComPod & Abe Lincoln´s Top Hat

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Klangfrequenz

Womit hält sich ein Tintenfisch eigentlich so auf dem Laufenden? Mit einem Mix aus klassischen Printmedien, Radio, Blogs und (für mich ganz wichtig =) Podcasts. Und weil ich Podcasts (neben Comics) generell so formidabel finde, stelle ich euch liebend gern zwei meiner Favoriten aus diesem Bereich vor.

Der erste stammt von Andre Heinrichs, heißt ComPod und fasst mit jeder Sendung die Ereignisse der Woche zusammen. Eine Folge wird hierbei in drei Teilen veröffentlicht: Zwei Teile Politik und ein Teil „Tech, Mafia & Space“.
Nach dem ersten Hören fühlte ich mich angesichts der Fülle an Informationen und des genüsslich eingesetzten Denglisch körperlich leicht erschöpft, aber: Es lohnt sich!
Das aktuelle Tagesgeschehen im In- und Ausland wird klar und verständlich zusammen gefasst und die Zusammenhänge werden auch gut erklärt. Vorgetragen wird dies jedoch nicht in trockener Tagesschau-Manier, sondern kritisch und frei Schnauze (siehe „Frau Merknix“ oder „Herr Doofrindt“) während man im Hintergrund hört wie er sich im Freien aufhält oder durch die Gegend spaziert. Und nur weil er nebenbei einen Podcast aufnimmt, heißt das nicht, dass er nicht zwischendurch die Mitmenschen zurechtweisen kann, die ihm blöd kommen… =)
Am Ende jeden Teiles schmuggelt er noch Musikstücke (zum Beispiel vom PS22-Chorus oder Allison Crowe) mit rein und desöfteren Schnipsel von Personen wie Friedrich Küppersbusch oder Volker Pispers. Dazu kommen die Intros, die bei nahezu jeder Folge mit wechselnden Zitaten eingekleidet werden.
Neben den „normalen“ Folgen, die sich auf Politik und Tech konzentrieren, gibt es immer mal wieder Spezialfolgen wie die OP-Tagebücher bei denen er aus dem Krankenhaus von seinem Aufenthalt erzählt oder Live-Mitschnitte von Ereignissen wie dem 29C3 oder dem Hamburger Podclustertreffen.
Was ich am ComPod schätze ist die Fähigkeit des Machers entscheidende Inhalte auf das Wesentliche zu komprimieren und mit einfachen Worten zu umschreiben.
Ich empfinde auch Respekt gegenüber der Tatsache, dass er das alleine aufzieht und nicht in Interaktion mit jemand anderen spricht – und das gut und gerne bis zu drei Stunden lang, Hut ab!

Compod
Der zweite Podcast, den ich empfehlen möchte, ist „Abe Lincoln´s Top Hat“ mit Ben Kissel und Marcus Parks. Er wird unter Cave Comedy Radio produziert, einer Heimatstätte für Podcasts an denen hauptsächlich Comedians aus New York mitwirken.
„Abe Lincoln´s Top Hat“ beschäftigt sich zwar eher mit der Politik in den USA, aber es gibt es auch häufig Schwenks ins Ausland (es ist übrigens herrlich, wenn der Versuch unternommen wird den für englische Zungen unsäglichen Namen Leutheusser-Schnarrenberger richtig auszusprechen =).
Wie nicht anders zu erwarten, wenn die beiden Macher aus dem Comedy-Bereich stammen, driften sie auch mal gerne ab und reden über Privates oder einfach nonsense. Wirklich ernst wird es nie so ganz – wer den Humor jedoch mag, kann sich auf eine humoristisch aufbereitete Analyse der Politik freuen bei der praktisch jeder durch den Kakao gezogen wird, aber man auch merkt, dass sich die beiden Gedanken um das Geschehen machen.
In regelmäßigen Abständen werden auch Gäste in die Sendung eingeladen: Nicht schlecht fand ich zum Beispiel Chris Catalano, der mit den beiden über „The Currency Wars“ sprach.
Ein häufiger Gast ist Saman Arbabi, ein iranischer Comedian und Journalist, der äusserst interessante Sachen und persönliche Anekdoten zum Nahen Osten mit einbringt. Nicht ohne Grund war er jahrelang ein Kriegskorrespondent für diese Region und hat bei satirischen Fernsehsendungen mit einem Fokus auf Politik mitgewirkt („Voice of America„, „Parazit“ und „OnTen„).

Cave_Comedy_Radio_Abe_Lincolns_Top_Hat
Mit den heutigen Empfehlungen verfrachten wir Podcastsempfehlungen unsererseits nun in die neue Kategorie „Klangfrequenz“, da die bisherige Kategorie „Podcasts“ dem Blubberblasen-Podcast von Katrinschen vorbehalten sein soll.

Singender_Tintenfisch

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