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„Die Stimmen in meinem Kopf fressen meine Gedanken auf.“ (Schlogger)

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„Danach“? Trennungsgeschichten? Wtf?
Ein Schelm, wer denkt dass Trennungsgeschichten per se deprimierend und nervig sein müssen…was Schlogger zumindest mit ihrem Comic „Danach“ beweist!

In ihrer Abschlussarbeit, die vor kurzem von Panini veröffentlicht wurde, gibt sie zehn unterschiedliche Berichte über die „Zeit danach“ wieder, die sich tatsächlich so in ihrem Freundeskreis ereignet haben.
So geht es in „4 Monate“ um das fehlende Gefühl der Sicherheit, bei „Ex-Wg“ wiederum um ein Paar, das trotz der Trennung noch zusammen lebt oder bei „Beides“ um das Gefühl jemanden zu verlassen oder verlassen zu werden.
Die Geschichten sind völlig unterschiedlich und bei gewissen Situationen, die beschrieben werden kann sich wohl jeder irgendwo wieder finden.



Optisch gefällt mir Schloggers Stil sehr gut, da sie dem an sich traurigen Thema mit dem Layout und dem Zeichenstil (ich sage nur „Die größten Kulleraugen gibt´s sowieso nur bei Schlogger„) einen offenen und lockeren Rahmen gibt. Schnieke finde ich auch ihre Monster =) und die Einbindung der Typografie in das Geschehen auf den Seiten. Man muss das Werk zwar stellenweise drehen oder den Kopf äusserst schief legen, um weiterlesen zu können, aber: Die Schrift passt immer zum Kontext bzw. könnte die Aussage auch ohne Bilder transportieren und erfreut auch so schon mein I-heart-Typo-Herz. Der Comic ist in Farbe gehalten, wobei jedem Kapitel eine bestimmte Farbe zugewiesen wird, die sich dann auch durchzieht.
Eingepackt ist das Werk in einem schicken hellblauen Hardcover-Einband.

Vor der Veröffentlichung bei Panini hat Schlogger diverse Kapitel bei Mycomics hochgeladen, wo man sie nach wie vor kostenlos lesen kann.

Einen Blick auf ihren Blog sollte man desweiteren auch werfen, da man dort aktuelle Projekte und Zeichnungen von ihr betrachten kann und zum Beispiel über ihre Signiertour auf dem Laufenden gehalten wird.
Klug bis alltäglich bis nachdenklich bis schlichtweg bescheuert sind dabei ihre Gehirnfürze, in denen sie Gedanken oder Eindrücke verarbeitet, die ihr unversehens in den Sinn gekommen sind.


Nicht unerwähnt lassen sollte man ferner die Comic-Collabs, die sie im vergangenen Jahr mit Klee begann und an denen mittlerweile eine beachtliche Zahl an Zeichnern mitmachen.
Das Prinzip: Mit einer Deadline zum 15. jeden Monats wird ein Thema vorgegeben zu dem praktisch jeder einen Comic beisteuern kann.
Die Ergebnisse zu Themen wie „Dinge, die wir als Kinder geglaubt haben“ oder „Das kann ich überhaupt nicht“ sind durchaus unterhaltsam und die Teilnehmerschar bietet einen guten Querschnitt durch die aktuelle Webcomic-Szene in Deutschland.


Zum Schluss kann man noch einem fast zweistündigen Interview bei der Comichöhle lauschen [ein junger, aber empfehlenswerter Podcast über (Web) Comics], bei dem man einiges über ihre Person, ihre Arbeitsweise, etc. erfahren kann.

 

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