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„Juan of the Dead. We kill your loved ones. How can I help you?“

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Wer eine bestimmte Nummer angeruft und diese Sätze hört hat ein gewaltiges Problem: Man ist von Zombies umgeben und benötigt schleunigst Rettung.
Die Rettung naht dann auch unverzüglich in Form einer schrägen Truppe, die von einem Paddel schwingenden Juan angeführt wird.

Die Vorgeschichte ist schnell erzählt:
Der desillusionierte und mittellose Juan fristet in Kuba sein Dasein und driftet ohne erkennbare Motivation durchs Leben. Als eine Epidemie der Untoten über die Insel einbricht, nimmt er dies auch mehr oder minder  zur Kenntnis bis ihm die Eingebung kommt das lukrative Geschäftsmodell der Zombiebeseitigung zu starten.


Der Film nimmt sich selber nicht zu ernst und könnte gemeinhin als Komödie mit vielen rollenden Köpfen bezeichnet werden. Passend zu Juans anfänglich vorherrschenden Lustlosigkeit wird der Film auch von einen erfrischend trockenen Humor durchzogen.

Interessant ist dabei die Mischung aus Resignation angesichts der Lebensumstände, die sich nicht wirklich wandeln (egal ob die Kommunisten oder Zombies an der Macht sind) und die unverblümte Art mit der sich die Menschen mit den Gegebenheiten arrangieren und gleichzeitig versuchen das Beste für sich heraus zu schlagen.

Dank Juans luftiger Residenz bekommt man als Zuschauer auch regelmäßig schöne Stadtansichten zu sehen, die wieder im Kontrast zum blutroten Gemetzel stehen.
Apropos Gemetzel: Schon wie bei „Shaun of the Dead“ oder „Zombieland“ werden hier ebenfalls gerne unkoschere Methoden angewendet, um sich eines Untoten zu entledigen. Zur Anwendung kommen dann schon mal eine Mülltonne, ein kaputter Fahrstuhl oder ein inniger Tanz (selbstverständlich unterlegt von lateinamerikanischer Musik).
Im Verlauf des Films wird ferner das politische System kontinuierlich durch den Kakao gezogen, wie auch die „komischen“ Amerikaner bzw. Dissidenten.

Was einem beim Konsum dieses Zombie-Klamauk auffällt ist wohl die Ähnlichkeit zu „Shaun of the Dead“:
Der Hauptcharakter stolpert erfolglos durch sein Leben, während er versucht die wachsende Distanz zu einer geliebten Person zu überwinden und plötzlich tauchen zu allem Übel von überall her hungrige Zombies auf. Mit einem merkwürdigen Freund an seiner Seite behauptet er sich gegen die Meute und kommt zu neuen Ansichten.
Die Parallelen sind natürlich da, aber aus einer ähnlichen Ausgangslage schafft es „Juan of the Dead“ in eine andere Richtung zu schreiten.
Begünstigt wird das Ganze durch den Schauplatz Kuba und die unterschiedliche Mentalität der Figuren.
Weitere Pluspunkte gibt es von mir auch für die Wasserzombies und den ansprechenden Abspann! =)

 

Wenn drei Enten ein Pferd jagen, ist das Anarchie. :3 / Flohmarktpenner

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