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Stolz und Vorurteil und Zombies – oder ein Klassiker mit Zombies

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„Stolz und Vorurteil und Zombies“ ist eine neuere Fassung eines Klassikers von Janes Austen aus dem Jahr 1813 mit denen viele in der Schule gequält wurden: Sei es mit der Lektüre von „Stolz und Vorurteil“ im Deutschunterricht oder mit „Pride and Prejudice“ im Englischunterricht. Ein Buch, das inzwischen knapp 200 Jahre jung ist.

Offenbar scheint das Urheberrecht auch mal ausgelaufen zu sein, so daß nun auch Varianten dieses Klassikers entstehen konnten.

Pünktlich zum Gratis Comic Buch Tag erschien im Hamburger Abendblatt folgender Artikel:

Bekenntnisse der Lese HochstaplerIch muss gestehen, daß ich mehrfach versucht habe das Original zu lesen, es aber nie wirklich geschafft habe so weit zu kommen. Zwar mag ich die Zeit, die Kleider und auch irgendwie ein wenig dieses „Lebensgefühl“ was in Filmen und Büchern rübergebracht wird, aber mit der Sprache komme ich bis heute nicht klar. Vielleicht ist dies sowas wie ein Armutszeugnis, daß ich zwar sehr gerne lese, aber die Klassiker teilweise einfach nicht schaffe. Eine Qual war auch z.B. Pappa Hamlet, welchen wir in der Oberstufe gelesen haben. Natürlich muß es keine weichgespülte Literatur sein, die absolut keinen Anspruch bietet, aber die alte Sprache ist für mich schon anstrengend.
Es gibt auch keinen Grund zu behaupten, daß man die Bücher gelesen hat. Wobei ich dicke Schinken wie den „Herr der Ringe“ oder Stephen Kings „The Stand“ schon mit 11 und 12 gelesen habe.
Ich hatte mal eine Freundin, die eben jene Literatur verschlungen hat. Sie empfahl mir auch unter anderem „Stolz und Vorurteil“. Trotzdem konnte ich mit den meisten Büchern aus dem Genre nichts anfangen.

Ich habe mich auch weitgehend von Verfilmungen, die die Sprache so benutzen, fern gehalten. Eine der wenigen Ausnahmen war in der Vergangenheit die Verfilmung „Kick it like Beckham“, die zumindest laut Wikipedia als Interpretation für Stolz & Vorurteil angegeben ist.


Wobei dieses Buch doch einiges für mich verändert hat.  Ich bin irgendwann durch Zufall bei Audible auf das Hörbuch gestoßen. Naja… nicht so verwunderlich, wenn man einfach mal „Zombies“ eingibt. Da gerade mein Abo-Tag war, habe ich mir einen Ruck gegeben und das Buch gekauft. Wie fange ich jetzt am besten an das Buch zu beschreiben?

Die Beschreibung auf Audible sagt Folgendes:

Das Ehepaar Bennet versucht seine fünf Töchter standesgemäß zu verheiraten und widmet dabei ihre Aufmerksamkeit vor allem auf Elisabeth. Sie ist nicht nur die intelligenteste, sondern auch die in allen wichtigsten Kampftechniken bewandertste Bennet-Tochter. Für sie sind der gut aussehende Mr. Darcy und ihre eigenen widersprüchlichen Gefühle für ihn, diesmal nur die geringsten Probleme, mit denen sie sich herumschlagen muss. Denn aus London ergießt sich eine Horde von Untoten über das Land und da ist eine Nahkampfausbildung existentiell. Elisabeth muss sich etlicher Heiratsanträge und perfiden Attacken von garstigen Untoten erwehren und sieht sich plötzlich vor eine Entscheidung gestellt: entweder ein Leben zusammen mit Mr. Darcy oder Tod den Zombies. Oder doch beides?

Ich fange mal mit der Sprache an…

Am Anfang habe ich echt gelitten… warum kann ich jetzt gar nicht mehr sagen, die Fassung soll dem Original sehr ähnlich sein und ist damit unserer modernen Sprache gegenüber etwas sehr gewöhnungsbedürftig. Allerdings hatte ich mich nach knapp einer halben bis ganzen Stunde an die Art und Weise des Sprechers gewöhnt. Während des zweiten Durchlaufs fing ich irgendwie sogar an die Sprechweise zu mögen.

Ich mag gar nicht zu viel über das Buch erzählen, aber einige Kleinigkeiten muß ich trotzdem schreiben.

In England ist die unsägliche Plage ausgebrochen und die Toten sind nicht in ihren Gräbern geblieben, sondern kriechen wieder aus ihren Gräbern. Wenn die Toten nun wieder auf der Erde wandeln, dann wäre es wirklich sinnvoll, wenn man sich dem Studium der Kampfkünste gewidmet hat. Besonders die aus Edo sind gesellschaftlich genau so hoch angesehen wie das Studieren der gesellschaftlich angemessenen Fähigkeiten ( u.a. Häkeln, Lesen und Tanzen ). So ist auch die japanische Kampfkunst deutlich höher angesehen, als die chinesische.

Ein Katana gilt desweiteren auch nicht als damenhaft … sein wir doch mal ehrlich… wenn ich die Auswahl hätte als „nicht damenhaft durchzugehen“ und mit einem Katana bewaffnet zu sein, ist mir das immer noch lieber als nur mit einem Knöcheldolch durch die Gegend zu ziehen. Aber die gesellschaftlichen „Zwänge“ sind schon heftig. In dem selben Augenblick ist es für mich aber auch erstaunlich welches Frauenbild einmal geherrscht hat.

Die Geschichte spielt in Neverfield in der Nähe von London und handelt von der Familie Bennet und im Speziellen von den fünf Töchtern. Obwohl die fünf Schwestern einen Untoten nach den anderen töten und den Schwur geleistet haben Neverfield gegen die Angriffe der Toten zu verteidigen, sind sie gesellschaftlich absolut unselbständig gestellt… erst mit der Heirat können sie gesellschaftlich aufsteigen. Aber die Geschichte um Mr. Darcy ist dann so ein Kapitel für sich! *zwinker*

 

Gelesen wird „Stolz und Vorurteil und Zombies“ von Stefan Kaminski. Dieses Buch war das erste, was ich von ihm gehört habe. Zusammen in der Kombination mit der Sprache war es gleich doppelt ungewöhnlich. Jedoch hat er es geschafft die einzelnen Charaktere mit verschiedenen Stimmen Leben zu verleihen. Bei weiteren Büchern würde ich bei ihm als Leser wieder bedenkenlos zugreifen 🙂

Soo… ich hoffe, daß ich euch wenigstens ein bisschen neugierig machen konnte und daher kommen hier mal wieder die obligatorischen Links zum Buch bzw. dem Hörbuch:

Stolz und Vorurteil und Zombies auf Amazon

und den wichtigen Link auf Audible 🙂

Ich kann nur sagen, daß das Buch für mich eine echte Herausforderung gewesen ist, aber diese hat sich für mich gelohnt. Nach dem Hörbuch habe ich mir tatsächlich noch einmal das Buch gekauft, da ich es noch einmal lesen wollte. Und hier meine ich wirklich *in die Ecke flätzen und im Buch versinken*-lesen! Ich kann euch nur sagen, daß ihr diesem Buch eine echte Chance geben und euch wirklich darauf einlassen solltet.

またね、
カトリン(^_−)−☆/Katrinschen☆〜(ゝ。∂)

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